Die FDP Marl hat immer eine eindeutige Haltung zum Sinn eines Reallabors in Marl vertreten und sich konsequent gegen eine Verstetigung dieses von Beginn an unsinnigen Experiments eingesetzt und regelmäßig die richtigen Fragen gestellt: Z . Bsp. Warum mit Gewalt an einem Test festhalten, obwohl dieser von Anfang an, an falscher Stelle und sehr provisorisch angelegt war? Warum mit Gewalt auch nach dem beschlossenen Testende weiter so, obwohl die Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes ein Jahr lang mit den Füßen abgestimmt hat. Und besonders gravierend: obwohl die Behinderung bei Notfalleinsätzen von Anfang an bekannt war - erst jetzt hat die Verwaltung diesen Fakt offiziell gemacht. Und wieso SPD und CDU noch zu Beginn der Sitzung, mit allerlei Fragen eine Verlängerung des Tests beantragt haben? Trotz der auch ihnen schon lange bekannten Einwendungen der Feuerwehr?
Letztlich wurde auch offensichtlich, dass sich die Verwaltung - wenn auch spät – ihrer Verantwortung bewusst wurde. Ob aus eigener Erkenntnis, oder durch Hinweise. Wie sonst lässt es sich erklären, dass dem Leiter der Feuerwehr erst jetzt in einer Sitzung die Erlaubnis erteilt wurde, seine Sicht der Dinge darzustellen. Insofern bedankt sich die FDP bei der Feuerwehr für die eindringliche Offenlegung des Ausmaßes der Behinderungen.
Grundsätzlich aber auch, wenn sich die Frage nach weiteren Reallaboren stellt. Die FDP wird nicht noch einmal der Verwaltung, SPD und CDU trauen, wenn es um die Befristung von Projekten geht.
Mobilitätswende geht auch ohne bevormundende Verwaltung und Behinderung von Bürgern und Rettungskräften. Man muss die Menschen mitnehmen und nicht zu ihrem vermeintlichen Glück zwingen. In Sachen Radfahren in Marl gilt für die FDP deswegen, wie schon so oft, und auch in der Ratssitzung erneut gefordert: keine Reallabore sondern Auftrag an den ZBH, mit einem Teil der dort erwirtschafteten Gewinne die vorhandenen Geh- und Radwege in Ordnung bringen. So wird Marl wieder fahrradfreundlich.