FDP Marl fordert Neubau der Heinrich-Kielhorn-Schule
Um die dringend notwendige Erneuerung der Heinrich-Kielhorn-Schule endlich voranzubringen, fordern der Stadtverband der Freien Demokraten Marl sowie die Fraktion Freie Demokraten/Kritische Bürger Marl einen Neustart bei der Planung. Aus Sicht der Liberalen ist ein Abriss des bestehenden Gebäudes und ein Neubau am gleichen Standort der schnellste und wirtschaftlichste Weg.
Der Neubau soll nach Vorstellung der FDP über einen Generalübernehmer umgesetzt werden. Planung und Bau lägen damit in einer Hand, wodurch Abstimmungsprobleme reduziert und ein verbindlicher Kosten- und Zeitrahmen festgelegt werden könnten. Ziel sei eine schlüsselfertige Übergabe zu einem festen Termin.
Während der Bauzeit soll die Heinrich-Kielhorn-Schule in die Räumlichkeiten der ehemaligen Goetheschule umziehen. Bis dahin müssten kurzfristig Maßnahmen ergriffen werden, um mögliche Gesundheitsrisiken durch Schimmel, Schadstoffe oder bauliche Mängel zu minimieren. Falls notwendig, sollten einzelne Teile der Schule vorübergehend auch an anderen Standorten untergebracht werden.
Hintergrund der Forderung ist die Entscheidung des Schulausschusses Anfang 2025, die Sanierung im laufenden Betrieb durchzuführen. Damit wurden bereits erarbeitete Planungen verworfen. Das aktuelle Konzept sieht eine Sanierung in neun Bauabschnitten über mindestens sechs Jahre vor – verbunden mit mehrfachen Umzügen von Klassen sowie Unterricht auf einer Großbaustelle.
Nach Ansicht der Freien Demokraten würde dieses Vorgehen viel Zeit kosten und zusätzliche Ausgaben verursachen. Ein Neubau könne dagegen schneller realisiert werden und gleichzeitig eine moderne Ausstattung mit neuer Möblierung und zeitgemäßen Unterrichtsmaterialien ermöglichen.
Ziel ist ein neues Schulgebäude bis 2030. Bereits ab 2027 könnten die Schülerinnen und Schüler vorübergehend in der Goetheschule unterrichtet werden – in unmittelbarer Nähe, aber fern vom Baulärm.