FDP Stadtverband Marl

Ausschuss für Schule und Sport am 08.03.2017

Anfrage der bum/FDP-Fraktion zur Lern- und Belastungssituation an Marler Schulen

Sehr geehrter Herr Arndt,

am 31.01.2017 war aus der lokalen Presse zu entnehmen, dass an einer Hauptschule in Oer-Erkenschwick wegen des hohen Anteils an Schülern ohne ausreichende Deutschkenntnisse Schwierigkeiten bei der Erteilung eines erforderlichen Unterrichtes bestehen.
Am 02.02.2017 war in der überregionalen Presse zu lesen, dass in Hessen 57 Rektoren und 18 Konrektoren von Frankfurter Grundschulen auf die massiven Probleme unter anderem bei der Verwirklichung der Inklusion und der Aufnahme von Flüchtlingen hinwiesen.
In Frankfurt gebe es inzwischen Grundschulklassen, in denen „80 Prozent Kinder mit mangelhaften Deutschkenntnissen, behinderte Kinder mit speziellen Bedürfnissen und nun auch schwer traumatisierte, geflüchtete Kinder" zusammenkämen. Auch für viele andere Schüler hätten die Lehrer Erziehungsaufgaben zu leisten, die früher das Elternhaus übernommen habe. An guten Unterricht sei unter diesen Umständen nicht zu denken.
Unter Bezug auf die zitierten Pressemeldungen, die als Anlage beigefügt sind, bitten wir, im Ausschuss für Schule und Sport folgende Fragen zu beantworten:

- Wie hoch ist der Anteil an Schülern, die wegen fehlender ausreichender Deutschkenntnisse einer besonderen Betreuung bedürfen? Wie verteilen sie sich auf die unterschiedlichen Schulformen?

- Steht für die über einen „normalen“ Unterricht hinausgehenden Anforderungen an die Lehrkräfte (u. a. Inklusion, usw.) geschultes Personal (z. B. OGS-Bereich, Schulsozialarbeit) in ausreichender Anzahl zur Verfügung?

- Ist sichergestellt, dass für alle Schülerinnen und Schüler der Unterricht in dem vom Kultusministerium vorgegebenen Umfang und Inhalt erteilt wird? Gibt es Unterschiede zwischen einzelnen Schulformen und wenn ja, welche?

Eine fundierte Schulbildung ist für unsere Kinder die Basis, um später eigenverantwortlich und ausreichend finanziell ausgestattet ihr Leben zu gestalten. Aufgabe der Politik ist es, hierfür gute und ausreichende Rahmenbedingungen zu schaffen.
Um die Schulen in der Stadt Marl unter den aktuellen pädagogischen und organisatorischen Herausforderungen (wie Inklusion, Sozialbetreuung, Asylbewerber, usw.) entsprechend unterstützen zu können, ist es erforderlich, einen möglichen Bedarf detailliert zu kennen.


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